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Der Honigschlecker befindet sich rechts
am Bernhard-Altar, der dem
Ordensvater der Zisterzienser gewidmet ist. Das
Altargemälde zeigt die Lactatio-Legende, nach der die Lippen des
Heiligen Bernhard (1090-1153) durch einen Milchstrahl aus dem nackten Busen der
Jungfrau Maria benetzt wurden.
Menschlich verständlich widmete sich Bernie fortan der Marienverehrung, der er als seiner Domina devot ergeben war. Und wie's der Teuf... äh - die Legende will, wurde er als "honigfließender Kirchenlehrer" wegen seiner "honigsüßen" Beredsamkeit bekannt, mit der er die Königreiche Europas zum Zweiten Kreuzzug aufhetzte.
Wer das bislang Gesagte als zu "obszön und gar nicht schön", als "Sakrileg" und "Blasphemie" empfindet, der habe angesichts tausender unehelicher Kinder von zölibatären Priestern die entblösten Brüste der ewigen Jungfrau Maria und eingedenk des Kindesmissbrauchs innerhalb katholischer Kirchen- und Klostermauern die Darstellungen zigtausender nackter Engel-Knäblein vor Augen und dann erst "werfe er den ersten Stein". Es sei denn, die nachfolgenden Ergüsse des Musterheiligen stimmen nachdenklich...
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