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| Die Klosterkirche Birnau
wurde zwischen 1746-1750 erbaut und gehört zu den
außergewöhnlichsten Barock-Schöpfungen
Süddeutschlands.
Am Nordufer des Überlinger Seitenarms des Bodensees, in einer gesegneten Landschaft inmitten von Weinreben, grüßt die Wallfahrtskirche weithin sichtbar. Die schloßähnliche Front des Priesterhauses mit seinem stattlichen Mittelturm läßt das apfelblütenfarbene Kirchenschiff und Altarhaus anfangs nur erahnen. |
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Betritt man aber das Innere der Kirche, deren Raumgrenzen durch zahllose Ornamente nahezu wie verschleiert wirken, so öffnet sich der lichtdurchflutete "Himmelssaal" und das gesamte Bauwerk scheint zu atmen. |
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Drei überragende Meister ihrer Zeit, der Baumeister Peter Thumb (1681-1766), der Stuckateur, Altarbauer und Bildhauer Josef Anton Feuchtmayer (1696-1770) und der temperamentvolle Freskenmaler Gottfried Bernhard Göz (1708-1784) wurden durch die Gunst der Stunde zusammengeführt, um das Barock-Juwel Birnau zu schaffen. |
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Barock ist ein Stil in Architektur und Kunst, der zwischen 1550-1700 mit großen regionalen Unterschieden in Europa entwickelt wurde. Vor allem in Süddeutschland und Österreich wurden Fürstenpaläste und Wallfahrtskirchen mit einer unendlichen Vielzahl von Ornamenten, Statuen, Figuren, Säulen und kunstvoll verzierten Altären geschaffen. Zu den charakteristischen Merkmalen des Barock in Malerei und Bildhauerei zählen Dynamik, Spannung und Energie in den Darstellungen, hervorgehoben durch starke Kontraste von Licht und Schatten, die dramatische Effekte bewirken. |
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Aus Stuck, einer Form von Gips und Marmorstaub, wurden Wand- und Deckendekorationen geschaffen. Bis ins Detail realistisch gestaltete Engel- und Heiligenfiguren aus Alabaster wurden solange poliert, bis für den Betrachter der Eindruck entstand, daß als Werkstoff echter Marmor verwendet wurde. Kolorierter Marmor und vergoldeter Stuck erzeugen den Eindruck des Überschwänglichen, der Üppigkeit und Spiritualität. Sowohl in Architektur, Bildhauerei und Malerei findet die Barockkunst in der Wallfahrtskirche Birnau ihre Formvollendung. Der Besuch des HONIGSCHLECKER-Engels bildet den Höhepunkt einer Reise entlang der "Oberschwäbischen Barockstrasse", deren Kirchen, Klöster und Paläste vom Bodensee bis Ulm reichen. |
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